In den Jahren 1674/75 wurden Gelder gespendet, um eine eigene Kirche bauen zu können.
Erst 1698 wurde der Turmbau vollendet.

Am 19.04.1885 wollte der 23-jährige hilfsbereite, geachtete und bei allen Einwohnern beliebte Schulmeister Ernst Möckel für seine Schüler die Unterrichtstheorie mit einem praktischen Experiment ergänzen, indem er einen Seidenballon aufsteigen lassen wollte. Nach dem gelungenen Start änderte sich plötzlich die Windrichtung, so dass der Ballon mit seinem darunter hängenden Spiritusflämmchen an ein Schindeldach getrieben wurde und dieses blitzschnell entzündete. Trotz aufopferungsvollem Einsatz der Feuerwehr und der gesamten Dorfbevölkerung mit ihrem Lehrer wurden zwei landwirtschaftliche Gehöfte und die Kirche ein Raub der Flammen.
Der von Schuldgefühlen gepeinigte Lehrer Ernst Möckel beendet noch am gleichen Tag sein Leben
im Dorfteich.

Im Juni 1886 konnte auf Grund vieler Spenden von Geschäftsleuten, Einwohnern und einer Reihe staatlicher und gesellschaftlicher Institutionen für eine neue Kirche der Grundstein gelegt werden.

Bereits am 23. Oktober 1887 konnte die Einweihung des neuen Gotteshauses stattfinden.

                         
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